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Hintergrund-Infos

2004 beschloss die Kultus- und Jugendministerkonferenz den "Gemeinsamen Rahmen für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen". In der Folge waren die Bundesländer aufgerufen, "ihren" Bildungsplan zu entwickeln. Auch wenn er z.T. unterschiedlich benannt wird, so ist in nahezu allen Bildungsplänen folgendes Konsens:

Der Bildungsplan soll ein Leitfaden für Erzieherinnen / Erzieher und z.T. auch für Lehrerinnen / Lehrer sein, in dem Bildung vom Kind her gedacht wird. Bewährtes und Erprobtes wird in den aktuellen Kontext gestellt. Er übersetzt Erkenntnisse der Neurowissenschaften, der Bildungsforschung und der Entwicklungspsychologie für die Praxis und entwirft damit eine Vorstellung vom sich selbst bildenden Kind in der Gemeinschaft, die das Handeln der pädagogischen Fachkräfte leiten soll.

Die Rolle der Erwachsenen ändert sich dabei von "Belehrenden" und "Veranstaltenden" zu Ermöglichern der Bildung von Kindern, die das Aufwachsen der Mädchen und Jungen begleiten und ihre Entwicklung ganzheitlich fördern. Somit wird keine Belehrungspädagogik, sondern eine dem Entwicklungsstand des Kindes gemäße Lernpädagogik entwickelt.

Es geht also nicht darum, in den Kindertageseinrichtungen "Schul-Unterricht" zu praktizieren, was viele Eltern befürchten, sondern die vorschulische Bildung kindgerecht zu qualifizieren.

Für die PädagogInnen bedeutet das, dass sie ihre Arbeit stärker reflektieren, neue Inhalte integrieren und für manche auch, dass sie bisherige Haltungen revidieren müssen.

Das braucht Flexibilität, Kreativität und erfordert Fortbildung oder zumindest Anregungen für neue Ideen und Projekte. Genau hierzu soll der Film einen Beitrag leisten.